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Film-Archiv
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Om Puri über George
"Dies ist eine neue Version von George. In EAST IS EAST ist er autoritär, wütend, ruhelos. Hier ist er nun milder. Er schaut auf sein Leben zurück, die inneren Kämpfe, die Schuld. Er steckt in einem Dilemma. Er war ungerecht zu seiner Familie in Pakistan. Er wollte das mit Geldsendungen gutmachen und in England bleiben. Aber er steckt in der Falle. In EAST IS EAST zwischen zwei Kulturen, der pakistanischen und seinem Leben in England, in WEST IS WEST zwischen zwei Beziehungen.
Es macht mir Spaß, diese Gefühle zu spielen. George ist durch seine Lage hart geworden, und nach außen hin ist er ein Dämon, der sich übel gegen seine Frau und Kinder benommen hat. Aber ich wollte immer, dass zwischen den Zeilen die menschliche Seite von George sichtbar werden sollte, dass aus einer Ecke dieses Mannes ein kleines menschliches Wesen hervorlugt. Meine pakistanische Frau spricht nur Pandschabi, ihre Muttersprache. George, der dort aufwuchs, beherrscht diese Sprache. Das war nicht schwer für mich, ich bin dort ja auch aufgewachsen.
Also sprechen die beiden miteinander Pandschabi, während er mit anderen Englisch spricht – nun ja, sein ganz besonderes Englisch, das ziemlich komisch ist. Ich habe mir extra vor den Dreharbeiten nochmal EAST IS EAST angesehen, um mir seine merkwürdige Sprechweise wieder anzueignen, dieses selbstgezimmerte Englisch, das anders ist als das bei Pakistanern übliche."

Linda Bassett über Ella
"Ella hat sehr gemischte Gefühle bei der Entscheidung, Sajid nach Pakistan zu schicken. Es ist ganz bestimmt nicht ihr Wunsch, ihn dahin zu schicken; aber sie stimmt zu, weil sie nicht möchte, dass er auf dem eingeschlagenen Weg weitergeht und kriminell wird. Sie sind sehr anständige Leute und wie George sagt, sie mussten noch nie zuvor zur Polizei gehen und schämen sich darum sehr. Aber andererseits liegt Ella mit Pakistan und seinem Volk im Krieg. Sie vertraut der dortigen Familie von George nicht. Maneer ist schon dort, um eine Frau zu finden, aber das klappt nicht. Sie stimmt also widerwillig zu, dass Vater und Sohn für einen Monat hingehen. Nur dass sie dann viel länger bleiben, weil George sich seiner Vergangenheit stellen muss, vor der er geflüchtet ist.
Also kommt Ella hinterher, sehr wütend, weil er das Bankkonto leergeräumt hat. Sie will ihren Mann und Sohn von der rivalisierenden Familie zurückholen. Die war ihr immer schon ein Dorn im Auge, weil sie und George wirklich hart in der Fish&Chips-Bude schuften, aber das übrige Geld dann nach Pakistan geht. Zwischen Basheera mit ihren zwei Töchtern und Ella mit ihren sechs Söhnen gibt es eine besondere Dynamik. Die pakistanische Familie befürchtet, dass George den Bauernhof für seine Söhne ausbaut, Ella umgekehrt ist eifersüchtig, weil sie glaubt, dass all das Land für Basheera und deren Familie gekauft wurde und ihre Söhne nichts davon sehen werden. Das viele Geld, das für Pakistan abgezweigt wird, ist die Wurzel des Problems.
Zusammen mit Annie nistet sie sich in dem neuen Haus ein, das George für Basheera baut. In einer wundervollen Szene reden Ella und Basheera endlich mit einander, sehr ehrlich, aber Basheera versteht nur Pandschabi und Ella nur Englisch, also verstehen sie sich nicht. Und dennoch verstehen sie sich. Eine ergreifende Szene. Dies ist das erste Mal, dass Ella sich dieser Frau stellt, bis dahin wollte sie nichts von ihr wissen und was sie ihr zugefügt hat. Nach allem, was sie mit George als gemischtrassiges Paar durchgemacht hat, in den 1940ern – ist er allein ihr Mann, Punkt. Daher hat sie die Existenz von Basheera nie wirklich anerkannt. Sie hat mit Annie darüber Witze gerissen, aber sie konnte sich Basheera nicht als wirklichen Menschen mit Gefühlen vorstellen. Jetzt ändert sich das und macht es ihr möglich, großzügig zu George zu sein. Als er kommt, um mit ihr zu reden, trifft sie sich mit ihm, um zu sagen: "Ich verstehe dich, du brauchst es nicht auszusprechen. Es ist vorbei." Und dann wird sie davon überrascht, dass er um Verzeihung bittet für das, was er getan hat, und sie finden wieder zueinander und gehen nach Hause!"

Leslee Udwin über WEST IS WEST und EAST IS EAST
WEST IS WEST hält EAST IS EAST den Spiegel vor und schaut auf die Welt, die George Khan (Om Puri) vor 30 Jahren hinter sich ließ, als er nach England ging und dort eine zweite Frau heiratete und eine zweite Familie gründete. Die Geschichte führt die beiden getrennten Welten mit der großzügigen und verständnisvollen Haltung zusammen, die ich mir für die heutige, oft gespaltene Welt wünschen würde.
Ich liebe WEST IS WEST noch mehr als EAST IS EAST. Der Film ist so lustig und originell wie der Erstling, zudem mehrschichtiger, tiefer und mindestens so relevant und allgemeingültig. Vielleicht sogar mehr, da er ganz wesentlich vom Bedauern und Bereuen vergangener Fehler handelt – was wir ja alle kennen.
Ein Junge von 15 und ein ausgewachsener Mann von 60 werden beide erwachsen. Beide müssen die gleiche Lektion lernen, das ist das Herz des Films: Man kann nicht mit einem Fuß in einem Land stehen und mit dem anderen Fuß in einem anderen. Man kann nicht an einem Ort leben und sich dabei so benehmen, als sei man an einem anderen Ort. Man kann sich nicht in zwei Hälfte teilen – wo man herkommt und wo man ist. Man muss sich entscheiden, wo man denn nun hingehören möchte, dabei zu sich selbst stehen und seine Eigenart bewahren, ohne stocksteif die Fülle des Lebens um sich herum zu verneinen.
Ayub und ich fanden, dass der Nachfolger EAST IS EAST weder wiederholen noch an ihn anknüpfen sollte. Fünf Jahre sind seit den damaligen Geschehnissen verstrichen, und wenn auch die Hauptfiguren die gleichen sind, so sind sie doch älter geworden und haben sich wie wir auch verändert. Also war es uns wichtig, mit der Geschichte neues Terrain zu erobern, und natürlich hat uns dabei die ganz andere Landschaft des ländlichen Pakistan sehr geholfen.
Der offenkundigste Unterschied beider Filme sind die Produktionswerte: die Landschaften und Bilder aus dem ländlichen Pandschab und seine bunte Bevölkerung sind umwerfend schön. Bei EAST IS EAST mussten wir uns sehr anstrengen, um Produktionswerte zu schaffen, wo es von Haus aus keine gab, da wir uns ja den ganzen Film auf deprimierende Reihenhaussiedlungen beschränken mussten. Wir haben übrigens nicht im pakistanischen, sondern im indischen Pandschab gedreht – die Versicherungen hätten uns nie im Leben in Pakistan drehen lassen. Das war mir egal, ich hasse Grenzen, für mich sind Indien und Pakistan ein Land, die Grenze von 1947 ist eine künstliche, der pakistanische und der indische Pandschab gleichen sich aufs Haar. Wir haben am Fuß des Himalayas in der Nähe von Chandigarh gedreht, der Stadt, in der Om Puri aufgewachsen ist.
Was der Nachfolger mit EAST IS EAST gemeinsam hat, ist die anarchische, exzentrische Sprengkraft einiger Hauptfiguren – George, Ella, Sajid, Maneer, Tariq, Tante Annie. Und die gleiche Gefühlslage wie im Erstling: diese einzigartige Mischung aus frecher Komödie und herzzerreißender, echter und tiefer emotionaler Konflikte.
WEST IS WEST ist kein zynisches Sequel, das einem erfolgreichen Erstling auf den Fersen folgt; der Film steht für sich, und ich habe viele Jahre gebraucht, um Ayub dazu zu überreden, ihn zu schreiben!