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Film-Archiv
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Gespräche mit Laetitia Masson und Sandrine Kiberlain:
Studio Magazine, März 2000
SM: Die Regisseure haben lange die Frauen verherrlicht. Die Stars wurden aus dem Begehren der Männer geboren, die sie filmten. In LOVE ME ist es, als würden Sie die Haltung der Männer und der Frauen miteinander verbinden. Die von Sandrine gespielte Figur ist menschlich, zugänglich, vertraut - und zugleich rätselhaft, glamourös, gewissermaßen "fantasmatisch"...
LM: Weil für mich der Blick des Regisseurs immer ein Blick des Begehrens ist. Wenn ich Sandrine filme, liegt darin Begehren. Ebenso wenn ich Johnny filme... Ich berücksichtige nun auch den Teil des Traums, des Fantastischen. Als könnte ich heute leichter davon sprechen als zur Zeit von HABEN (ODER NICHT). Das war wie eine nicht eingestandene Realität, die ich kaum auszudrücken wagte. Heute habe ich Lust, das zu erkunden. Und vor allem glaube ich, dass es keine Realität gibt, dass die Dinge nur durch unseren Blick existieren, durch unsere Subjektivität. Das Kino ist der beste Beweis. Das Kino ist nicht die Realität. Es ist, für mich, eine "Repräsentation von Welt", keine "Präsentation". Alles liegt in der Art, die Dinge zu sagen, in der Wahl der Mittel, im Blick... Nichts hat mehr mit der Gsellschaft zu tun als Capras DAS LEBEN IST SCHÖN - und trotzdem ist es eine Fantasie, ein Märchen. Die ersten Journalisten, mit denen ich über LOVE ME sprach, sagten mir, es sei ein Film über den Traum, das Imaginäre... Das ist wahr. Aber nicht nur. Dieser Film spricht auch von der Arbeitslosigkeit, von Vereinen zur Unterstützung von Arbeitslosen oder Alkoholikern. Dies ist auch ein Film, der von der Realität spricht, von der Gesellschaft.
SM: Wie hat Ihre Zusammenarbeit Ihre Ziele, Ihre Richtung verändert?
LM: Ich hatte keine Richtung - sie gab mir eine Richtung!
SK: Ich habe sie als eine Reihe von Geschenken erlebt.
SM: Was haben Sie voneinander gelernt?
LM: Alles, was man von jemandem lernen kann, der einen ergänzt. Alle sagen, wir würden uns ähneln, aber wenn wir uns so ähnlich wären, wäre es nicht so kreativ...
SK: Laetitia hat mir viele ganz konkrete Dinge eröffnet, obwohl ihre Welt paradoxerweise immer fantastischer wird. Sie brachte mir bei, mich an der Realität zu reiben, weiblicher zu sein, auch körperlicher, indem sie mir Gelegenheit gab, mehr mit meiner Weiblichkeit zu spielen, und mir "physische" Rollen gab.
SM: Was halten Sie von Godards Satz: "Das Kino ist die Kunst, schöne Dinge mit schönen Frauen anstellen zu lassen"?
LM: Und wenn es auch die Kunst wäre, häßliche Dinge mit schönen Frauen anstellen zu lassen?
Ecran Noir, Muriel Raymond, 17.2.2000
EN: Sie haben zum dritten Mal mit der Schauspielerin Sandrine Kiberlain zusammengearbeitet...
LM: Man trifft nur selten jemandem, mit dem man sich so gut versteht, so tief, der Lust macht, die begonnene Arbeit fortzusetzen. Der Reichtum kann in einer einzigen Person gefunden werden. Für HABEN (ODER NICHT) habe ich viele Schauspielerinnen angesprochen. Dann habe ich durch Zufall Sandrine Kiberlain getroffen. Sie war eine Quelle der Inspiration - und sie war bereit, überall hin zu folgen, wohin ich sie führen wollte.
EN: Hat Johnny Hallyday die Rolle gern übernommen?
LM: Es hat ihn amüsiert, eine Figur zu spielen, die er nicht ist, einen Sänger, der nicht mehr zu retten ist. Dass es sich um einen Sänger handelt, hat ihm übrigens mehr als anderes zu schaffen gemacht. Ich habe natürlich an ihn gedacht, als ich die Rolle schrieb. Wenn er abgelehnt hätte, hätte ich mich von dieser Figur befreien und neu anfangen müssen, für jemanden anderen zu schreiben. Filme sind etwas Lebendiges, dazu gemacht, sich an die Leute anzupassen.
EN: Zur Heldin des Films, Gabrielle Rose. Man hat den Eindruck, dass sie immer in einem Traum lebt, der stärker als die Realität ist.
LM: Die Heldin kehrt am Ende des Films in die Wirklichkeit, ins Mögliche zurück. Das ist nicht weniger stark als das Ideal. Nur ist es schwerer, ihm gegenüber zu treten. Sie muss einen wirklichen Menschen wiedertreffen, nicht nur einen Traum. Wissen, ob sie die wahre Liebe gefunden hat - das ist wie im Leben: Man kann nie sagen, ob der Mensch, mit dem man lebt, der Richtige ist oder nicht.
EN: Warum haben Sie dem Zuschauer nicht mehr Schlüssel zum Verständnis der Geschichte gegeben?
LM: Im Leben versteht man auch nicht immer alles, hat man auch nicht alle Antworten. Das Kino richtet sich an unsere Gefühle, an unsere Einbildungskraft. Es ist wie ein Spiel mit dem Zuschauer. Er wird aktiver, wenn er vor einem Rätsel steht. In einem Fernsehfilm hat man natürlich alle Schlüssel: Es geht um das schon Bekannte. Ich möchte ins Unbekannte aufbrechen: Das ist interessanter - und weniger bequem.
EN: Sie spielen gern mit Farben: Rot in A VENDRE, Rosa in LOVE ME.
LM: Die Farbe kann den inneren Zustand einer Figur ausdrücken. Das Kino spielt mit dem Visuellen, den Symbolen. Ich benutze die Farbe als Zeichen.